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Kleines Technisches Lexikon Stichwort: WWW World Wide Web |
| 18. May. 2012 |
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wwwWorld Wide Web (www): Multimedialer Teil des Internets, auch W3 oder einfach Web genannt. Im WWW können Text-, Ton- und Bilddateien, die durch Links miteinander verknüpft sind, aufgerufen werden. Aufgrund seiner multimedialen Anwendungsmöglichkeiten hat das World Wide Web wesentlich zum Internet-Boom beigetragen - es ist aber nur eines von mehreren Kommunikationsangeboten, die das Internet bereithält.
Hintergrund und Konzeption Das WWW wurde am europäischen Kernforschungszentrum CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) in der Schweiz maßgeblich von dem Physiker Tim Berners-Lee entwickelt. Sein Ziel war zunächst die Verbesserung des Informationsflusses und die Rationalisierung der Dokumentenverwaltung. Im Mai 1990 schlug Tim Berners-Lee ein "verbundenes, nicht-lineares Informationssystem" vor. Tim Berners-Lee griff das Konzept Hypertext auf und entwickelte am CERN ein Programm, das Informationen über Projekte, Menschen, Teams, Experimente, Software-Module und Hardware bereithielt. Obwohl es ohne benutzerfreundliche Oberfläche auskam, begannen einige CERN-Mitarbeiter das Programm für den persönlichen Gebrauch zur Navigation durch die Informationsflut zu nutzen. Das Konzept, das Tim Berners-Lee dann dem CERN-Management vorschlug, liest sich wie ein Konstruktionsplan für das World Wide Web. Er selbst unterscheidet 1990 zwischen Hypertext, d.h. ein nicht restriktives Verbinden (auch Verlinken genannt) von Dokumenten über hervorgehobene Worte oder Symbole, und Hypermedia, das Einbinden bzw. Aufrufen von Grafiken, Audio- und Videodateien. Beide Elemente wurden in seinem Entwurf berücksichtigt. Im einzelnen stellte Berners-Lee folgende Anforderungen für das neue Informationssystem am CERN. Sie bilden die Grundlage für das WWW:
Neu an Berner-Lees Vorschlag und dem, was etwas später unter seiner Wortschöpfung World Wide Web bekannt wurde, war nicht vorrangig das Hypertext-Konzept. Im Unterschied zum bisherigen Einsatz von Hypertext (z.B. Apple-Anwendung, Hypercard) wollte Berners-Lee auf Dokumente verweisen, die nicht auf demselben Computer lagen. Darüber hinaus sollte die Hypertext-Verlinkung (Hyperlinks, Kurzform: Links) einem schnellen Zuwachs an Informationen gerecht werden. Hierfür entwickelte Berners-Lee eine neue Art der Adressierung von Links: Schlüsselbegriff war . Zuvor wurden Links vorwiegend in einer Datenbank organisiert. Die Vorteile lagen auf der Hand: Fiel ein Dokument aus oder wurde bewegt, änderte sich der Verweis in der Datenbank oder er wurde gelöscht. Anders als im heutigen World Wide Web gewährleistete das Datenbanksystem, daß Dokumente stets gefunden werden konnten oder Links auf solche Dokumente nach ihrer Löschung nicht mehr angezeigt wurden. Eine zentralisierte Link-Datenbank setzt jedoch eine zeitaufwendige Pflege voraus. Wegen der Geschwindigkeit, mit der Dokumente erstellt, verändert bzw. umorganisiert werden, ist die kontinuierliche Pflege und Koordination nahezu unwahrscheinlich. Aus diesem Grund entschied man sich am CERN für das Konzept "Uniform Resource Locator", das zum Grundpfeiler des WWW wurde: Das Besondere an einem Link im WWW ist, daß er auf ein beliebiges Objekt (Dokumente jeglicher Art, Grafiken, Videos etc.) verweisen kann. Eine einfache und eindeutige Adresse bestimmt den Ort, an dem sich das Objekt befindet. Ob es dann tatsächlich (noch) existiert, liegt in der Verantwortung des jeweiligen Betreibers einer Web-Site. Eine zentrale Koordination wurde seither überflüssig, einem schnellen Wachstum des Informationssystems WWW stand nichts mehr im Wege. |
| AWM-Provider: vServer, Webspace, Webhosting, Webserver, Domainregistrierung |
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